08 Apr

Ökonomisierung der Pflege?

Der Ratsvorsitzende der evangelischen Kirche, gleichzeitig Landesbischof, Heinrich Bedford-Strohm hat massive Bedenken zur Budgetierung geäussert. Es darf kein festgelegter Betrag für die Pflege alter und kranken Menschen festgelegt werden, vielmehr sollte man auf deren Bedürfnisse eingehen, so seine Worte. Weiterhin sagt er, dass auch die pflegebedürftigen Menschen das Recht zu leben habe. Ihnen das Gefühl, zu leben und leben zu dürfen, sei die Aufgabe der Gesellschaft. Das Rechtssystem sowie Sozialkultur muss erhalten werden. Zudem erklärte der Bischof im bayerischen Landtag, dass pflegebedürftige Menschen auf keinen Fall das Gefühl, nutzlos zu sein, erhalten dürfen, es liege an der Gesellschaft, dies zu vermeiden.

06 Apr

Wird es weiterhin spezialisierte Pflegekräfte geben?

Laut Bayerns Gesundheits- und Pflegeministerin, Melanie Huml, wird es weiterhin spezialisierte Kräfte geben, obwohl 3 Pflegerichtungen demnächst zusammen gelegt werden sollen. Nach einer Grundausbildung zur Pflege kommt die zusätzliche Fachausbildung wie etwa die Pflege von alten Menschen oder die spezialisierte Pflege der Kinder. Weiterhin soll die praktischen Ausbildung sowie die Spezialisierung weitestgehend in der jeweiligen Pflegeeinrichtung stattfinden. Dies gäbe zudem zusätzlichen Anreiz für Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäuser, auch zukünftig Ausbildungsplätze zu schaffen. Eine hochwertige Praktische Ausbildung sei enorm wichtig für alle Auszubildenden der Pflege, waren weiter Worte der Ministerin.

06 Apr

Sport und Demenz vereinen

Durch die Zusammenarbeit von der Demenz Support Stuttgart Gmbh und dem Verein "Leben mit Demenz" in Minden Lübekke haben nun an Demenz erkrankte Menschen die Möglichkeit sportlich aktiv zu sein. Für diesen Zweck konnten die Gmbh und der Verein renommierte Einrichtungen für zusätzliche Finanzierungen sowie das Umsetzen von Sport mit Demenz gewinnen. Das Projekt wurde im März auf der Tagung "Vielbewegt" vorgestellt. Hier wurden auch noch andere Projekte, was Bewegung und Demenz betrifft vorgestellt, unter anderem die Projekte des Bundesministeriums für Familie, Frauen, Senioren und Jugendliche sowie von der Robert Bosch Stiftung. Sich zusammen sportlich mit Demenzkranken zu bewegen schaffen eine gute Voraussetzung für soziale Integration. Es gibt den gesunden Menschen die Möglichkeit die Erkrankung verstehen zu lernen und zu akzeptieren, den Erkrankten wiederum die Môglichkeit nicht in der Einsamkeit leben zu müssen. Über den Erfolg der Vereinigung von Bewegung und Demenz sind sich alle einig.

05 Apr

Sorge um die Alterspflege

Die geplante Reform der Pflegeausbildung löste bei der Thuringer Sozialministerin Heike Werne große Sorge aus dass es zukünftig noch weniger Fachkräfte geben werden wird, da diese dann auch mit ihrer Ausbildung in Krankenhäusern arbeiten können. Bereits jetzt bestünde das Problem, dass viele Altenpfleger von Thüringen in ein anderes Bundesland wechseln wie Hessen oder Bayern, dies wegen besserer Bezahlung. Auch besteht ein grober Unterschied zwischen der Bezahlung von Alten- und Krankenpflegern. Desweiteren befürchtet sie dass sich die Rivalität in der Personalbesetzung zwischen Altenheimen und Krankenhäusern noch verschärfen wird. Auslöser ist das geplante Zusammenlegung der Ausbildung von Alten- Kranken und Kinderpflege. Dieser Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Hermann Grohe liegt derzeit dem Parlament zur Beratung vor.

04 Apr

Gültigkeit der neuen Verordnung mit Prüfkriterien

Die neue Verordnung mit Prüfkriterien für Pflegeheime und ambulante Dienste ist seit dem ersten April in Kraft. Künftig werden Die Kontrollen der Wohn- und Pflegeaufsicht überall gleich sein. Die Ergebnisse werden dann ins Netz gestellt. Laut Gesundheitssenatorin, Cornelia Prüfer Storcks leisten der Großteil der Pflegeheime überaus gute Arbeit. Durch die neuen Kriterien wird nun eine bessere Transparenz geschaffen. Stichprobenkontrollen werden künftig einheitlich in Pflegeheimen sowie ambulanten Einrichtungen ausgeführt. So soll auch festgespellt werden ob und wie viel die Pflegebedürftigen selber entscheiden dürfen was verschiedene Aktivitäten anbetrifft sowie die Entscheidung was die Schlafenszeit angeht. Aber auch die Speisewünsche sollen berücksichtigt werden. Weiterhin müssen die Pflegeheime künftig belegen dass eine qualitative Betreuung gewährleistet ist. Trotzdem ist die neue Prüfungsverordnung umstritten. Laut Deniz Celik, politischer Sprecher der Fraktion der Linkspartei der Hamburgischen Bürgerschaft reiche die neue Verordnung nicht aus um eine hunderprozentige Transparenz zur Kontrolle in der Pflege zu gewährleisten. Ein Pdf mit dem genauen Inhalt Verordnung zur Durchführung des Hamburgischen Wohn- und Betreuungsqualitätsgesetzes + Prüfkatalog" ist zum Herunterladen bereit.

24 Mar

Forderungen nach angemessenem Personalschlüssel in der Pflege

Erneut wurde vom Deutschen Evangelischen Verband für Altenarbeit und Pflege (DEVAP) die Forderung nach mehr Pflegepersonal in Heimen laut. Unterstützt wird der Wunsch nach einem angemessenem Personalschlüssel vom Pflegebeauftragten der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann von der CDU. Das aktuelle System sei veraltet und nicht mehr anwendbar, so der DEVAP. Alle Hoffnung ruht nun auf den Verhandlungen der Landespflegesatzkommissionen für 2017. Auf keinen Fall solle die Umsetzung der neuen Forderung auf dem Rücken der Pflegebedürftigen ausgetragen werden, dahingehend sind sich alle Beteiligten einig.

24 Mar

Andreas Storm wird neuer DAK Vorsitzender

Andreas Storm, der ehemalige saarländische Gesundheitsminister, wird künftig neuer Vorstand der DAK-Gesundheit. Zunächst löst Storm den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Claus Moldenhauer ab, bis er am 1. Januar 2017 den Vorstandsvorsitz übernimmt, wenn Herbert Rebscher sich wie geplant zurückzieht. Die DAK-Gesundheit setzt große Hoffnungen in den frischen Wind an ihrer Spitze, hat der 51-jährige doch langjährige Erfahrung im Gesundheitswesen und bringt zudem noch Kontakte in die Welt der Gesundheitspolitik mit.

24 Mar

Neue Maßnahmen gegen multiresistente Keime vorgestellt

Die DGKH stellt neue Maßnahmen zur Bekämpfung von multiresistenten Keime in Heimen vor. Bisher war es gängig, dass das Pflegepersonal seine Arbeitskleidung oftmals selbst mitbringen und waschen musste. Für die DGKH sei dies nicht akzeptabel. Die sachgerechte und wirksame Desinfizierung der Kleidung sei beim Waschvorgang zu Hause nicht nachweisbar. Eine Übertragung von Keimen sei daher nicht auszuschließen. Daher sollte die Arbeitskleidung laut der DGKH vom Arbeitgeber gestellt und entsprechend nachweisbar gesäubert werden. Der Arbeitgeber sei zudem dazu verpflichtet, dem Pflegepersonal Wechselkleidung in genügender Stückzahl zur Verfügung zu stellen.

23 Mar

Handbuch zum Thema Resilienz ist erschienen

Am 12. Mai ist der internationale Tag der Pflegenden. Dazu haben nun die drei Pflegeberufsverbände aus Deutschland, der Schweiz und Österreich ein 50-seitiges Handbuch herausgebracht, das zum diesjährigen Thema „Professionelle Pflege – Macht das Gesundheitssystem belastbar(er)“ passt. Schwerpunkt ist diesma die Resilienz – sowohl vom Gesundheitswesen, als auch die der Pflegenden. In der Broschüre findet man beispielsweise interessante Studienergebnisse, die die Bedeutsamkeit der Aufgaben des Fachpersonals untermauern und bestätigen.

23 Mar

Flüchtlinge helfen als Bufdis im Hofer Pflegeheim aus

Im Hofer Pflegeheim helfen neuerdings drei Flüchtlinge aus Syrien aus. Ganz spontan kämen sie eines Tages und hätten ihre Hilfe angeboten, so die Leitung Sabine Dippold; nach dem Deutschkurs hätten sie noch Zeit, erklärten die Syrier, und sie wollten helfen. Anfangs noch als ehrenamtliche Mitarbeiter, wurden den drei Flüchtlingen schnell eine regelmäßige Tätigkeit im Zuge des Bundesfreiwilligendienstes angeboten. Die Papiere waren schnell ausgefüllt und nun ist es offiziell. Als „Bufdis“ helfen sie nicht nur bei den anfallenden Arbeiten wie der Essensausgabe, sondern verbringen auch Zeit mit den Heimbewohnern, indem sie Spielrunden veranstalten und ähnliches. In Zukunft soll es mehr Flüchtlingen ermöglicht werden, in der Pflege tätig zu werden. Ein Sonderprogramm des Bundesfreiwilligendienstes dafür hat bereits im Herbst gestartet. Flüchtlinge, die den Bundesfreilligendienst im Zuge des Programm ableisten, werden pädagogisch speziell betreut. Und auch politische Persönlichkeiten setzen sich für das Ziel "Mehr Flüchtlinge in der Pflege" ein.